Kohlmeise
Parus major
© Frank Vassen / Flickr.com

Lebensraum

Gebäude
Garten und Park
Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Wald

Die Kohlmeise ist die größte Meisenart in Europa und verdankt ihren Namen ihrer schwarzen Kopfkappe. Sie ernährt sich vorwiegend von Insekten, Würmern, Spinnen und Sämereien. Aber auch menschliche Nahrungsreste oder Aas werden gefressen. Vor allem in der Brutzeit steigt der Bedarf an Insekten aufgrund der großen Gelege von 8 – 12 Eiern stark an. Sie verteidigen ihr Revier vehement und mitunter kommt es auch zu stärkeren Auseinandersetzungen. Kohlmeisen sind saisonal monogam und bevorzugen als Höhlenbrüter Baumhöhlen (Spechthöhlen) und Nisthilfen. Für den Nestbau ist das Weibchen zuständig. Typisch sind 1 - 2 Bruten /Jahr. Flügge Jungvögel werden noch etwa 2 - 3 Wochen von den Elternvögeln gefüttert. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 2 – 5 Jahren.

Erkennungsmerkmale 
Schwarze Kopfkappe, weiße Wangen, schwarzes Brustband auf gelber Unterseite. Flügeloberseite olivgelb bis blaugrau. Weibchen etwas matter gefärbt mit schmälerem Brustband.
Lebensraum 
Ursprünglich in Laub- und Mischwäldern. Heute Wälder, Feldgehölze, landwirtschaftliche Gebiete und Gärten bis in Stadtzentren.
Gefährdungsgrad
nicht gefährdet
Ähnliche Arten

Tannenmeise. Dieser fehlt jedoch das charakteristische Brustband, sowie das kräftig gelb gefärbte Gefieder auf der Unterseite.

Maße 

13 – 15 cm, Flügelspannweite 22,5 - 25 cm, Gewicht 14 – 22 g

Aktivitätszeit 
Kohlmeisen sind ganzjährig in Mitteleuropa anzutreffen. Ihr Aktivitätsmaxima liegt in den frühen Morgenstunden. Außerhalb der Brutzeit auch abends sehr aktiv.
Beobachtung eintragen
Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
Allseits bekannt

Kohlmeisen sind gerngesehene Gäste am Futterhaus, wo sie im Winter gut zu beobachten sind. Generell sind Kohlmeisen wenig scheue Vögel und hüpfen munter und geschickt im Geäst umher. An Hand ihrer Stimme sind sie nicht ganz einfach zu bestimmen. Kohlmeisen verfügen über ein großes stimmliches Repertoire und sind zudem sehr talentiert in der Nachahmung von Rufen und Gesängen.

Nistplätze erhalten und schaffen

Als Höhlenbrüter sind Kohlmeisen auf das Vorhandensein von Altholzbeständen und Baumhöhlen angewiesen. Nisthilfen helfen, die Konkurrenz zu anderen Höhlenbrütern (z.B. Feldsperling, Kleiber) zu verringern. Eine extensive Nutzung der Landwirtschaft und strukturreiche Wälder, Wiesen und Obstbaumbestände helfen, Nahrungs- und Brutplatzmangel entgegen zu wirken.

Gefahren 
  • Pestizideinsatz: Durch Pestizide vergiftete Insekten führen häufig zum Tod des Kohlmeisennachwuchses noch im Nest. Zudem sinkt der Anteil an Insekten und somit eine wichtige Nahrungsgrundlage zur Brutzeit.
Wilde Nachbarn Österreich
Wilde Nachbarn Gesamtprojekt
Träger