News

18.03.2021

Der Frühling ist vielerorts bereits eingetroffen - Mensch und Tier erfreuen sich der warmen Temperaturen. Bereits im Jänner diesen Jahres kamen zwei Dachse in Wien in frühlingshafte Stimmung.

Zwei Dachse bei gemeinsamer Körperpflege © M. Bilgeri

Die beiden bereits aus ihrer Winterruhe erwachten Dachse vertiefen durch die gemeinsame Fellpflege ihre Bindung zu einander. Dachse leben nicht nur in verschiedenartigen Laub- und Mischwäldern, sie können auch zunehmend in anderen Großstädten, beispielsweise in der Schweiz oder in Deutschland, beobachtet werden.

Die mitunter milden Temperaturen haben nicht bei dem einen oder anderen von uns, sondern auch bei den Dachsen zum Frühjahrsputz geführt. Ein Dachsbau besteht aus einem weit verzweigtem System unterirdischer Gänge und Höhlungen. Mehrere Gänge zur Oberfläche sorgen für eine gute Auslüftung des gesamten Gangsystems. Die einzelnen Höhlungen werden oft mit Laub und feuchter Erde, aber auch mit Moosen und Farnen ausgepolstert.

Dachs mit Laub zur Auspolsterung der Höhlungen © M. Bilgeri

Die Paarungszeit, auch Ranzzeit genannt bei den Dachsen, erstreckt sich zwischen Februar - Mai sowie Juli bis September. Ein Dachsweibchen kann sich während der Zeit, in der es empfängnisbereit ist, mit meheren Männchen paaren.

Dachspaarung © M. Bilgeri

Die Trächtigkeitsdauer der Weibchen beträgt in etwa 45 Tage. Auch nach der Geburt der im Schnitt 2-4 Jungen kann es noch bis zu 2 Monate dauern, bis die Jungdachse den Bau das erste Mal verlassen. Wir werden uns daher noch gedulden müssen, bis wir hoffentlich den Nachwuchs vor die Kamera bekommen.

Weitere spannende Informationen zum Dachs gibt es hier.

Herzlichen Dank an M. Bilgeri für die zur Verfügungstellung der Dachsaufnahmen!

 

25.01.2021

Vogelfütterung hat bei uns eine lange Tradition. Ob Ganzjahresfütterung oder Winterfütterung – es gibt zahlreiche Futterstellen für Singvögel in Parks und Gärten in der Stadt und am Land. Die Vielfalt der Futterstellen ist vielerorts groß.

Daher suchen wir für unser Vogelfütterungs-Projekt Teilnehmer*innen in Wien und Niederösterreich, die mit uns gemeinsam herausfinden möchten, wie wagemutig „ihre“ gefiederten Besucher am Futterhaus sind. Ein ideales Projekt für Vogelfreunde und Familien. Zusätzlich beraten wir Sie gerne bei der Wahl des richtigen Futterhäuschens und dessen Standort. Natürlich geben wir auch Tipps, was unsere gefiederten Freunde am liebsten Verzehren.

Was möchten wir genau untersuchen?

Im Februar möchten wir an jeweils 5 Standorten in Wien und Niederösterreich mehr über das Verhalten der gefiederten Gäste am Futterhaus herausfinden. Vogelarten wie Sperlinge und Kohlmeisen sind oft sehr neugierig und wagen sicher eher aus den schützenden Sträuchern heraus, um an ihr Futter zu gelangen. In unserem Projekt gehen wir der Frage nach, ob sich dieses Verhalten zwischen den gefiederten Besuchern der Futterstellen in Gärten in der Stadt und am Land unterscheidet. Mit der Hilfe von Wildkameras erfassen wir dabei das Geschehen an den Futterstellen, ohne die Vögel bei ihrer Nahrungssuche zu stören.

Erlenzeisig © Egon Weissheimer/wildenachbarn.at

Die Teilnahme im Detail

Unser Projekt richtet sich an alle Gartenbesitzer*innen und Naturbegeisterten in Wien und Niederösterreich mit einer Futterstelle für Vögel, welche bereits von den Tieren angenommen wurde.

  • Die bereits vorhandene Futterstelle sollte mindestens 7,5m vom Haus entfernt im Gebüsch hängen.
  • Mind. 7 m Abstand von der neuen Futterstelle zum nächsten Gebüsch sollten ebenfalls möglich sein.
  • Eine durchgehende Fütterung und regelmäßige Reinigung der Futterstellen im Projektzeitraum ist ebenso wichtig.

Positionen der Futterstellen © Österreichische Vogelwarte

Nach Absprache mit den Teilnehmer*innen, erfolgt die Montage der Wildkameras und Futterstellen vor Beginn der Beobachtungsperiode. Im Zuge der Montage geben wir ausführliche Tipps zum Thema Vogelfütterung. Das neue Futterhäuschen sowie das Futter werden von uns zur Verfügung gestellt.

Werten Sie mit uns ihre Fotos aus!

Für die abschließende Auswertung der Fotos bitten wir Sie um ihre Unterstützung. Jede(r) Teilnehmer*in erhält nach Abschluss der Fütterungen im Februar die Fotos ihrer Wildkameras um zu ermitteln, welche Vogelarten an den Futterstellen zu sehen waren. Eine spannende Beschäftigung für die ganze Familie! Hierfür stellen wir Unterlagen als Hilfestellung zur Verfügung und unterstützen Sie natürlich bei der Bestimmung der Arten. Mit ihrer Hilfe können wir gemeinsam ermitteln, welche Vogelarten zu welcher Zeit und in welcher Anzahl die beiden Futterstellen besucht haben.

Blau- und Kohlmeise © Egon Weissheimer/wildenachbarn.at

Nach Auswertung der Daten und Wildkamera-Aufnahmen, schicken wir ihnen einen Kurzbericht zu ihren Futterstellen. Den ausführlichen Projektbericht können Sie anschließend auf unseren Projektseiten stadtwildtiere.at und wildenachbarn.at nachlesen.

Haben wir ihr Interesse geweckt?

Wenn auch Sie wissen möchten, welche Vogelarten sich an ihrem Futterhäuschen tummeln und welche Arten eventuell wagemutiger sind, dann melden Sie sich bitte bis 02. Februar 2021 bei Janette Siebert und forschen Sie mit uns! Für ihre Mitarbeit in diesem Citizen Science-Projekt, erhalten Sie von uns Zugang zu unserer Online-Datenbank. Sollten Sie bereits auf den Plattformen wildenachbarn.at beziehungsweise stadtwildtiere.at registriert sein, ist KEINE Neuanmeldung notwendig (bitte hier allenfalls fehlende Kontaktdaten ergänzen). Gemeinsam entdecken wir die Vogelwelt im heimischen Garten!

Wir freuen uns über ihre Teilnahme!

Janette Siebert & Richard Zink

08.01.2021

Am 13.12.2020 wurde in der Vorweihnachtszeit die 11.000 Beobachtung über unsere Projektseite StadtWildTiere-Wien eingetragen. Mit seinem Foto „Flug der Saatkrähen zu ihren Schlafquartieren“, hatte Stefan Georgiev diese Marke erreicht. Wir freuen uns mit Stefan über diesen Meilenstein und möchten den ambitionierten Tierfotografen in einem kurzen (E-Mail) Interview einmal genauer vorstellen.

Team StadtWildTiere & Wilde Nachbarn

„Lieber Stefan, vielen Dank für deine zahlreichen Meldungen. Mit deiner Unterstützung haben wir die Marke der 11.000 Beobachtung erreicht! Was hat dich denn dazu bewogen, bei dem Projekt StadtWildTiere mitzuwirken?“

Stefan Georgiev

„Ich bin seit 2018 aktiv beim Projekt. Obwohl ich seit vielen Jahren sehr interessiert an der Fotografie allgemein bin, habe ich erst seit ein paar Jahren angefangen mich damit zu beschäftigen. Eine Liebe für Tiere allgemein habe ich immer gehabt, aber mit dem neuen Hobby habe ich meine Liebe für Tierfotografie entdeckt. Ich habe angefangen Tiere in Tier- und Naturparks zu fotografieren und eine Arbeitskollegin hat mich auf die Plattform StadtWildTiere aufmerksam gemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht daran gedacht, wie viele und welche unterschiedlichen Wildtiere sich in der städtischen Umgebung befinden.

Bisher habe ich immer gedacht, in der Stadt gibt es nur Tauben und Ratten. Ich war zum Beispiel sehr überrascht, wie ich Biber in der Donau gesehen habe. Durch meine Aktivität auf der Plattform bin ich viel aufmerksamer geworden, was Wildtiere betrifft, und seitdem „sehe“ ich viel mehr. Beim Wandern und Spazierengehen habe ich immer (wenn möglich) meine Kamera mit, speziell um Tiere für die Plattform zu fotografieren.

Ich habe es auch geschafft eine Spaziergang-Runde in meiner Arbeit einzuführen, wo wir in den Stadtparks in der Nähe (10. Bezirk) nach Eichhörnchen, Feldhamstern, Spechte und andere Tiere suchen. Unser Plan war sogar die Spaziergang-Runde auf das Wochenende auszuweiten, wo wir länger gehen und suchen können (wurde aber wegen Corona derzeit eingestellt).“

© Stefan Georgiev / stadwildtiere.at

Team StadtWildTiere & Wilde Nachbarn

„Was schätzt du besonders an dem Projekt?“

Stefan Georgiev

„Ich arbeite selbst in einer Institution, die sich massiv mit Bewusstseinsbildung beschäftigt und weiß das zu schätzen. Ich bin selbst sehr aufmerksam geworden, seitdem ich so viel über die Wildtiere in der Stadt (und auch außerhalb) dank der Plattform gelernt habe. Also bei mir hat die Bewusstseinsbildung definitiv was bewirkt. Am Projekt schätze ich auch, dass es sehr lebendig ist. Es passiert dauernd was, z.B. die Veranstaltungen, die ich aus Zeitgründen noch nicht besucht habe, aber auch, dass es oft Rückmeldungen bezüglich meiner Beobachtungen gibt, mit wertvollen Informationen sowie Diskussionen, wenn es Unklarheiten gibt. Auch die Anerkennung, dass man auf der Plattform aktiv ist und Spaß daran hat, ist für mich sehr wertvoll.“

© Stefan Georgiev / stadwildtiere.at

Team StadtWildTiere & Wilde Nachbarn

„Es freut uns sehr zu hören, dass du ein „Auge“ für unsere wilden Nachbarn entwickelt hast. Gibt es eine Beobachtung mit Wildtieren, die dir in besonderer Erinnerung geblieben ist?“

Stefan Georgiev

„Fast alle Beobachtungen blieben bei mir in Erinnerung. Ich kann aber schon sagen, dass ich die Ziesel in den Blumengärten Hirschstetten sehr gerne beobachte und fotografiere und bin deswegen sehr oft dort, obwohl ich auf der anderen Seite von Wien wohne. Ich bin auch sehr überrascht, dass es so viele Turmfalken in der Stadt gibt, hatte davor nie bemerkt. Auch die Biber in der Donau, die ich leider nicht fotografieren konnte, waren für mich eine große Überraschung. Dadurch habe ich mehr dazu gelesen und bin über „Flumi, der freundliche Biber“ aus der Bibergehege in der Lobau gestolpert. Meine Frau und ich haben ihn sehr oft besucht und waren sehr traurig wie er gestorben ist. Letztes Jahr hatten wir am Balkon 2-3 kleine Sonnenblumen, die 2 Stieglitze angelockt haben. Deswegen haben wir heuer 20 große Sonnenblumen eingepflanzt und hatten eine ganze Familie mit Nachwuchs zu Besuch (insgesamt haben wir 9 Vögel auf einmal gezählt). Ich kann zu jeder Beobachtung etwas erzählen, da ich das sehr gerne mag und immer sehr erfreut bin, wenn ein gutes Foto gelingt. Ich mag auch die Herausforderung einer besonders schwierigen Foto-Beobachtung, wie z.B. die Libellen, die schwer zu erwischen und schwer zu bestimmen sind.“

© Stefan Georgiev / stadwildtiere.at

Team StadtWildTiere & Wilde Nachbarn

„Lieber Stefan, auch für uns ist jede Wildtierbeobachtung etwas Besonderes und bleibt uns in Erinnerung. Wir freuen uns sehr, dass du ein Teil unserer StadtWildTiere-Community bist und sind bereits auf deine weiteren Meldungen gespannt! Vielen Dank für das nette (E-Mail) Interview!

Stefan Georgiev

„Vielen Dank für den regen Austausch. Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen Aktivitäten auf der Plattform einen nachhaltigen Beitrag leisten konnte :) "

07.12.2020

© Österreichische Vogelwarte

Entdecken Sie den neuen Online-Shop der Österreichischen Vogelwarte - Außenstelle Seebarn. Die Kinderbücher "Annas Weg in die Freiheit" und "Stadtwildtiere - Säugetiere in unserer Nähe", nehmen bereits die Kleinsten mit auf eine spannende Reise in das Reich der Wildtiere. 

Der wundervoll gestaltete Habichtskauz-Bildband verzaubert auf über 250 Seiten mit eindrucksvollen Bildern und vielen Informationen rund um die Habichtskauz-Wiederansiedlung in Österreich.

Für Naturfreunde und Fotografie-Begeisterte, ist der hochwertige Wandkalender "Gartenvögel am Wagram" genau das Richtige. 12 verschiedene, farbenfrohe Vogelarten, die rund um die Region am Wagram zu beobachten sind, begleiten Sie im Jahr 2021.

Schnell sein lohnt sich! Eingehende Bestellungen bis zum 15. Dezember 2020, können noch vor Weihnachten zugestellt werden!
 

17.11.2020

Copyright: Jon A Juárez

Füchse gelten als besonders anpassungsfähig und leben sehr erfolgreich in zahlreichen Großstädten. Einen wichtigen Aspekt dieser Anpassungen hat nun ein Team von Wissenschaftler*innen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (Leibniz-IZW) in Kooperation mit dem Landeslabor Berlin-Brandenburg entschlüsselt. Sie stellten mittels Stabil-Isotopenanalyse fest, dass individuelle Rotfüchse (Vulpes vulpes) ein wesentlich kleineres (und voneinander verschiedenes) Nahrungsspektrum aufweisen als dies von dem als Allesfresser bekannten Rotfuchs zu erwarten gewesen wäre. Die Population der Landfüchse insgesamt frisst ein sehr breites Spektrum von Nahrungsmitteln, aber die Ernährung jedes einzelnen Landfuchses ist recht eintönig. Im Vergleich dazu pflegten Stadtfüchse gewissermaßen eine doppelte Eintönigkeit am Essenstisch: Sowohl jedes Individuum als auch die Population als Ganzes frisst sehr häufig weggeworfene Lebensmittel. Das Nahrungsspektrum von Stadt- und Landfüchsen überlappte sich kaum.

Link zur Pressemitteilung des Leibniz-IZW:

Link zur wissenschaftlichen Publikation:

Scholz C, Firozpoor F, Kramer-Schadt S, Gras P, Schulze C, Kimmig SE, Voigt CC, Ortmann S (2020): Individual dietary spezialization in a generalist predator: A stable isotope analysis of urban and rural red foxes. Ecology and Evolution. DOI: 10.1002/ece3.6584

 

Weitere Publikationen zu (Stadt-)Füchsen:

Contesse P, Hegglin D, Gloor S, Bontadina F, Deplazes P. 2004.  The diet of urban foxes (Vulpes vulpes) and the availability of anthropogenic food in the city of Zurich, Switzerland. Mammalian Biology 2, 69, 81-95.

Walter T, Zink R, Laaha G, Zaller JG, Florian Heigl. 2018. Fox sightings in a city are related to certain land use classes and sociodemographics: results from a citizen science project. BMC Ecology 18, 50 https://doi.org/10.1186/s12898-018-0207-7.

06.11.2020

Am 7. Oktober 2020 gab es die Möglichkeit, dem Online Vortrag "Gäste am Futterhaus" von Berhard Haidler, Natur im Garten - Berater, live beizuwohnen. Für alle, die ihn verpasst habe, gibt es die nun Möglichkeit den Vortrag über den Youtube - Kanal der Österreichischen Vogelwarte - Außenstelle Seebarn anzusehen. Bernhard Haidler gibt Tipps zur Gestaltung vogelfreundlicher Hecken, welche Pflanzen Mensch und Wildtier eine Freude bereiten und was es mit kontrollierter Verwilderung im eigenen Garten auf sich hat.

Hier geht´s zum Vortrag.

© Sandra Gloor / stadtwildtiere.ch
12.10.2020

Citizen Science (=Bürgerwissenschaften) ist eine Wissensschaftssparte - für einige eine Berufung, für andere wiederum Neuland.

Die Citizen Science Netzwerke Österreich forscht, Schweiz forscht und Bürger schaffen Wissen in Deutschland, haben eine länderübergreifende Umfrage entwickelt, in der der aktuelle Entwicklungsstatus von Citizen Science in den jeweiligen Ländern erhoben wird. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen einen Einblick in die aktuelle Lage von Citizen Science in den jeweiligen Ländern geben und damit auch aufzeigen, wo in den nächsten Jahren Schwerpunkte gesetzt werden sollten. Noch bis 26. Oktober 2020 haben Sie die Gelegenheit ihre Erfahrungen in und mit Citizen Science Projekten sowie auch Wünsche und Anregungen an Citizen Science im Zuge der Umfrage mitzuteilen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind sehr wichtig für die weitere Entwicklung von Citizen Science in Österreich, Schweiz und Deutschland.

Die Umfrage wurde auf Grundlage des öffentlichen Online-Dialogforums am 26. Juni 2020 von der AG Weißbuch Citizen Science in Zusammenarbeit mit Bürger schaffen Wissen, CitizenScience@Helmholtz und Vertreter*innen von Österreich forscht und Schweiz forscht erarbeitet.

01.10.2020

© Flickr.com / Mrs Airwolfhound

Die heimische Vogelwelt ist bunt, und dies nicht nur im Sommer. Damit es auch im Herbst und Winter weiter zwitschert in ihren Gärten, lädt Sie die Österreichische Vogelwarte - Außenstelle Seebarn herzlich zum Vortrag "Gäste am Futterhaus" von Bernhard Haidler von Natur im Garten ein. Um den Vortrag allen Interesssierten zugänglich zu machen, erfolgt die Übertragung im Zuge eines Online - Webinars am 7. Oktober 2020 ab 19 Uhr. Unter dem folgenden Link haben Sie bereits ab 18:45 Uhr Zugang zum virtuellen Vortragsraum, und können sich dort einrichten.

Bernhard Haidler wird erläutern, wie Sie durch naturnahe Gartengestaltung verschiedene Vogelarten in ihren eigenen Garten locken können.

Am 11. Oktober 2020 erhalten Sie zudem am gemeinsamen Infostand der Österreichischen Vogelwarte und wagrampur auf der GARTEN TULLN weiterführende Informationen zur Vielfalt der Vögel und zum Nistkastenbau.

22.09.2020

© Andy Chilton

Die kleine tagaktive Eule bewohnt Lebensräume mit kurzrasigen Wiesen. Diese findet sie in Streuobstwiesen und auf beweideten Flächen mit hohen Bäumen. Umwandlungen dieser Lebensräume und die Aufgabe der Weidewirtschaft haben den Steinkauz jedoch selten werden lassen. Ein gemeinsame Zusammenarbeit der Österreichischen Vogelwarte - Außenstelle Seebarn am Wagram mit dem Verein "wagrampur" schafft nun eine neue Grundlage zum Schutz des Steinkauzes. In Kooperation mit dem Weinhof Ulzer (Seebarn am Wagram) wurden Nisthilfen in Weingärten des Hofes für diese Eulenart errichtet. Das wissenschaftliche Monitoring der Vogelwarte zeigte: bereits im ersten Jahr wurden diese von den Eulen angenommen und auch der Steinkauz-Nachwuchs ließ nicht lange auf sich warten. Weingärten mit dauerhaft begrünten Flächen zwischen den Zeilen, bieten dem Steinkauz einen geeigneten Lebensraum und gute Jagdmöglichkeiten. 

Um diesen ersten Erfolg zu feiern und den Erhalt des Steinkauzes weiter zu fördern, bietet der Weinhof Ulzer ab Herbst 2020 einen besonderen Wein in der "Edition Steinkauz" an.

Möchten auch Sie die charismatische kleine Eule unterstützen, so können Sie dies durch eine Spende für Nisthilfen realisieren.

Möchten Sie mehr erfahren?

Presseaussendung: "Steinkauz: kleine Eule in großer Gefahr"

Biorama: "Rückkehr zu den Reben" (ab Seite 26)

© Sina Plenker / wildenachbarn.de
20.08.2020

Fuchs, Kaninchen oder Dachs: Viele Menschen erfreuen sich an Wildtieren in ihrer Umgebung. Doch Wildtiere halten sich nicht immer an die Regeln und Vorstellungen ihrer menschlichen Nachbarinnen und Nachbarn, wodurch Konflikte programmiert sind. Geva Peerenboom, Fanny Betge, und Prof. Dr. Ilse Storch von der Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Universität Freiburg haben gemeinsam mit Dr. Christof Janko vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg deshalb das Handbuch „Wildtiermanagement im Siedlungsraum“ erarbeitet. Dieses soll als Leitfaden für Personen, die sich mit dem Thema befassen, sowie Behörden in Stadt- und Landkreisen sowie Kommunen Baden-Württembergs dienen, um konfliktreichen Situationen zwischen Menschen und Tieren vorzubeugen oder diese abzumildern.

„In allen Gemeinden Baden-Württembergs machen Menschen direkte Erfahrungen mit Wildtieren, die allerdings nicht immer den Erwartungen entsprechen“, erklärt Peerenboom. Oft habe das Zusammentreffen von Mensch und Wildtier im Siedlungsraum negative Auswirkungen, seien es ökonomische, psychologische oder gesundheitliche: Wildtiere können Schäden an menschlichem Eigentum verursachen, wie das Wildschwein im Garten, die Nachtruhe der Menschen stören, wie der Marder im Dachstuhl, oder Krankheiten wie den Kleinen Fuchsbandwurm übertragen. „Und Menschen können, meist aus Unkenntnis, bei Wildtieren vermeidbare Leiden verursachen“, sagt die Freiburger Wissenschaftlerin. „Gleichzeitig erleben viele Menschen Wildtiere im Siedlungsraum als bereicherndes Naturerlebnis und erfreuen sich an den Tieren. Eine Vielfalt an Tierarten in urbanen Gebieten ist gesellschaftlich gewollt.“

Deshalb förderte das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg von 2010 bis 2020 das Projekt „Wildtiere im Siedlungsraum Baden-Württembergs“ der Albert-Ludwigs-Universität. 

Link zum Handbuch

Link zur Medienmitteilung

Seiten

Newsletter

Möchten Sie über spannende Beobachtungen, Aktionen und Fortschritte informiert werden?

Abonnieren Sie den Newsletter:

Wilde Nachbarn Österreich
Wilde Nachbarn Gesamtprojekt
Träger