Amsel
Turdus merula
© S. Marchart

Lebensraum

Ruderalfläche, Verkehrswege, offene Flächen
Garten und Park
Wald

Amseln bewegen sich oft hüpfend auf dem Boden auf der Suche nach Nahrung. Regenwürmer, Käfer und Ameisen gehören zu ihren bevorzugten Nahrungsquellen. Aber auch Spinnen, Schnecken, im Spätsommer und Herbst zunehmend Beeren. Im Winter gerne Saaten an Futterhäusern, aber auch Fallobst und Beeren (Hagebutten u.a.). Amseln sind saisonal monogam. Mitunter haben sie auch lebenslang den gleichen Partner und sind ihrem Brutort treu. Vögel, die ganzjährig im Gebiet sind, beginnen schon im Herbst mit der Reviergründung für den Winter. Amseln sind in ihrer Nistplatzwahl sehr variabel. Sie brüten in Wäldern und halboffenen Landschaften in Sträuchern und Bäumen, aber auch in Siedlungen auf Dachbalken oder Nischen. Auch Nisthilfen werden gerne angenommen. Typisch sind 2 – 3 Bruten/Jahr. Flügge Jungvögel werden noch etwa 2 - 4 Wochen von den Elternvögeln gefüttert. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 4 -5 Jahre.

Erkennungsmerkmale 
Männliche Amseln sind kräftig schwarz gefärbt mit gelb-orangenen Schnabel. Die Weibchen sind unscheinbarer mit dunkelbraunem Gefieder und dunklem Schnabel.
Lebensraum 
Wälder, offene Landschaften mit Feldgehölzen, in Parks und Gärten von Dörfern und Großstädten.
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
Ähnliche Arten

Amseln Männchen können mitunter mit Staren verwechselt werden. Diese haben ein metallisch glänzendes Gefieder, Amsel Männchen sind hingegen kräftig schwarz gefärbt.

Maße 

24 – 25 cm Flügelspannweite 34 – 38,5 cm Gewicht 70 – 148 g

Aktivitätszeit 
Amseln sind ganzjährig in Mitteleuropa anzutreffen. Ihr Gesang ist morgens meist schon vor Sonnenaufgang zu hören.
Beobachtung eintragen
Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch

Auf erhöhten Warten

Amseln sind gerngesehene Gäste am Futterhaus, wo sie im Winter gut zu beobachten sind. Männchen lassen sich gut beobachten, wenn sie ihren Gesang von erhöhten Warten oder Dächern vortragen. Zeternde Amseln fliegen oft aufgeregt im Geäst umher mit lautstarkem tix-tix-tix(Tixen = Erregungsruf). 

Scheuer Waldbewohner

Noch im 19. Jahrhundert waren Amseln eher als scheue Waldvögel bekannt. Mittlerweile sind sie ein häufiger Brutvogel in Parks und Gärten. Wo bewässert wird, finden Amseln leichter Nahrung am Boden, was eine Ansiedlung begünstigt. Ihr heller Gesang am Morgen ist zudem ein angenehmer Start in den Tag.

Gefahren 
  • Usutu-Virus: Seit den 2000er Jahren ist die Viruserkrankung, die teilweise zu starken Bestandeinbrüchen bei Amseln führt, im mitteleuropäischen Raum bekannt. Gegen den ursprünglich aus Afrika stammenden Virus gibt es bislang keine Behandlungsmethoden. Haben Sie eine tote Amsel bei sich im Garten gefunden, sollten sie diese nur mit Schutzhandschuhen angreifen und den Fund bitte der für ihre Region zuständigen Naturschutzbehörde melden.
  • Lebensraumverlust: Intensivierung der Landwirtschaft, Pestizide, Verlust von Unterholz und zunehmende Verbauung führen zu Bestandseinbußen bei Amseln.
Wilde Nachbarn Gesamtprojekt
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